Würde Jesus Werwolf spielen?
Erlebnisbericht von der Jugend-Herbstfreizeit 2011
Am Montag, den 17.10.2011 um 7: 30 Uhr trafen sich 11 Jungs und 3 Mädels, ihre Eltern und 2 Betreuerinnen (Martje Arndt-Engelbart, Gemeindepädagogin Petra Dobrzinski) vorm Gemeindehaus, um gemeinsam (ohne Eltern) mit zwei Kleinbussen ihre Reise nach Irndorf (Bodensee) anzutreten.
Nach zwei Stunden Fahrt erreichten sie die Gaststätte Bruchsal um dort ihre erste Pause einzulegen.
Einige Jugendliche stärkten sich mit Burger King- Food um die nächsten Stunden Fahrt überstehen zu können.
In diesen Stunden begrüßten einige Jungens Baustellenmitarbeiter mit freundlichen Ausrufen wie: „Gude!“, „Hallo!“ und „Guten Morgen!“
Einige Bauarbeiter veranlasste dies die Flucht zu ergreifen, wobei Jonas sie mit den Worten „Geh´ nicht“ aufzuhalten versuchte.

Nach der Ankunft im Selbstverpfleger- Haus Schönbühl gab es dann ein paar Probleme mit einen paar unkooperativen Mitbewohnern des Neuner- Jungenzimmer.
Währenddessen bezogen die drei Mädchen freudestrahlend ihr Achterzimmer.
Nach einer kurzen Lagebesprechung beschloss Petra: „TuWass (Schwimmbad in Tuttlingen).“
Dort übernahm Martje das Kommando, während Petra bei Aldi über die Größe der Einkaufswagen verzweifelte.
Im Schwimmbad brach im Quelltopf bei 37°C Begeisterung aus.
Einige der mutigsten Jugendlichen stürzten sich in die Black Hole (Rutsche).
Wem es nach etwas Ruhigerem war, konnte bei der Wassergymnastikgruppe seine Muskeln entspannen.
Mit grammatisch wertvollen Sätzen wie „Die Uhr ist scheiße.“ wurden die übrigen Schwimmbadbesucher und der symphati-ti-ti-tische Kassierer begeistert.
Als Stärkung für die eifrigen Schwimmer gab es Pizza, Pommes und Co, die - wie alles dort - am End‘ noch frisch gemacht wurden.
Als die Zeit im Schwimmbad am End‘ war, fuhren wir zurück nach Irndorf.
Nach einem leckeren Abendessen, einer Kennenlernrunde und dem Abendabschluss gingen die Jugendlichen und Betreuerinnen in ihre Zimmer, um zu schlafen oder sich zu unterhalten.
Am nächsten Morgen richteten kompetente Küchenkräfte ein köstliches Morgenmahl an.
Nach einer weiherreichen Fahrt zum Bodensee kamen alle endlich in Unteruhldingen - Mühlhof an, um dort eine Reise in die Zeit vor 6000 Jahren zu unternehmen.
Es war interessant zu erfahren wie viel die Menschen, die in den Pfahlbauten lebten, leisten konnten.
Als auch die Letzten der Gruppe aus dem Museumsbann entflohen waren und ihr Fischbrötchen gegessen hatten, fuhren sie weiter zum Affenberg bei Salem.
Die Jungs waren direkt von ihren Artgenossen angetan und passten sich schnell an ihr Verhalten an.
Besonders Dominik wurde schnell von den Affen aufgenommen.
Während der Fütterung sprang ihn ein Affe an, und begrüßte ihn freundlich von Angesicht zu Angesicht.
Aber auch die Mädchen fühlten sich bei den Affen wohl.
Deswegen fiel ihnen allen der Abschied schwer, als sie schließlich nach Hause fahren mussten.
In Schönbühl angekommen, stürzten einige Mädchen die Küche ins Chaos.
Gott sei Dank rettete Petra das Essen schließlich noch und verhinderte ein perfektes Chaosdinner sowie den Hungertod der Teilnehmer.
Als auch der letzte Teller abgewaschen war, wurde der Essensraum zu einem Kino umfunktioniert für die lange Filmnacht.
Besonders den Jugendlichen, die bis 5.30Uhr aufgeblieben waren, kam es zu Gute, dass es am nächsten Morgen einen späten Brunch gab.
Am restlichen Vormittag war Zeit zum Spielen.
Der eigentlich geplante gemeinsame Spaziergang musste aber leider ausfallen, da der morgendliche Regen in Schnee überging.
Die meisten der Gruppe blieben deswegen im Haus, aber vier Abenteuerlustige, die das Wetter nicht abschreckte, liefen unter der Leitung von Mäx und Martje durch Irndorf und dem nahegelegten Wald auf der Suche nach der Bäckerei.
Nachdem sie zurückgekommen waren mit Brot fürs Abendessen und flammenden Herzen als Snack, gesellten auch sie sich zu den Spielenden.
Statt Counter Strike am PC gab es verantwortungsvolle Schneeballschlachten vor dem Haus.
Gegen 18 Uhr fingen die, für den Küchendienst eingeplanten, Jugendlichen und Petra an zu kochen.
Nach der Abendrunde ging es ans Werwolf aus dem Düsterwald spielen und zu pokern.
Eine typisch christliche Jugendfreizeit !
Der Mittwochabend endete mit Spielen wie „Die Werwölfe vom Düsterwald“, bei dem es auch wieder sehr lustige Sprüche wie „ Der Raverwurm“ gab.
Am Donnerstagmorgen ging es nach dem Frühstück in die Schweiz nach Schaffhausen zum Rheinfall.
Es war sehr beeindruckend, wie die Wassermassen des Rheins die Felsen herunterstürzen.
Nachmittags ging es dann wieder nach Tuttlingen, wo die Jugendlichen sich entscheiden konnten, ob sie noch einmal ins TuWass oder in die Stadt zum Shoppen gehen wollen.
Die Jugendlichen in der Stadt klapperten jeden Laden ab und gingen ins Café, während im Schwimmbad wieder gerutscht und geplanscht wurde.
Die Mädels kauften mit Martje T-Shirts und beschrieben sie mit coolen Insidersprüchen.
Um 18 Uhr ging es wieder nach Hause, wo ´dann wieder das Abendessen (Grillen) zubereitet wurde.
Abends war leider schon die letzte Abschlussrunde vom Tag und von der ganzen Freizeit.
Am letzten Tag wurde gepackt und das ganze Haus aufgeräumt und geputzt, bis es mittags auf die lange und staureiche Heimfahrt ging.
Freitagabend trennten sie sich dann alle müde nach einer sehr schönen und gut gelungenen Herbstfreizeit.
Martje Arndt-Engelbart, Mareike „Mäx“ Stübing, Anne Theobald